Eberhard Sinner - HomeEberhard Sinner - SitemapEberhard Sinner - RSS-Feed

Politics Meets Games

Brot und Spiele (Panem et Circenses) waren seit der Antike die Anreize, um Menschen in schwierigen Zeiten zufriedener zu machen. Der römische Dichter Juvenal hat dies in einer Satire kritisch aufgespießt. Auf der Piazza Anfiteatro in Lucca versetze ich mich bei einem Campari in die Zeit der Antike zurück: Der Kaiser veranstaltete Spiele und sponserte Speisen und Getränke. Die Spiele waren blutig und grausam. Heute handelt die Politik bei Panem ähnlich: Im Wahljahr 2009 sichern großzügige Milliarden die Arbeitsplätze bei deutschen Autobauern und Banken. Im 21. Jahrhundert finden Spiele real in den Arenen des Profifußballs, virtuell auf Computerbildschirmen statt. Beides ist heute Big Business. Computerspiele sind aber in der öffentlichen Diskussion hoch kontrovers diskutiert.

 

Brot und Spiele (Panem et Circenses) waren seit der Antike die Anreize, um Menschen in schwierigen Zeiten zufriedener zu machen. Der römische Dichter Juvenal hat dies in einer Satire kritisch aufgespießt. Auf der Piazza Anfiteatro in Lucca versetze ich mich bei einem Campari in die Zeit der Antike zurück: Der Kaiser veranstaltete Spiele und sponserte Speisen und Getränke. Die Spiele waren blutig und grausam. Heute handelt die Politik bei Panem ähnlich: Im Wahljahr 2009 sichern großzügige Milliarden die Arbeitsplätze bei deutschen Autobauern und Banken. Im 21. Jahrhundert finden Spiele real in den Arenen des Profifußballs, virtuell auf Computerbildschirmen statt. Beides ist heute Big Business. Computerspiele sind aber in der öffentlichen Diskussion hoch kontrovers diskutiert.

Spielen gehört zum menschlichen Leben, früher als Schreiben und Lesen. Das gilt für die Evolution des Menschen wie auch für seine individuelle Entwicklung. Im Darwinjahr erinnern wir uns daran, dass auch Tiere Spiele haben. Menschen und Tiere können dabei sehr wohl zwischen "Spaß" und        "Ernst" unterscheiden. Die Wissenschaft, die sich mit diesen Fragen befasst, heißt Ludologie. Da zu viel Spaß aber offensichtlich verdächtig ist, sprechen wir heute von "Serious Games", ein Widerspruch in sich selbst oder auch nicht? Spiele können Schule des Lebens sein, ohne dass der Ernstfall eintritt. Das gleiche können auch Träume und Albträume sein, die unsere Fantasie und mit denen sich unsere Fantasie beschäftigt. Beruhigend, dass nur ein Bruchteil unserer Träume und Albträume wahr wird. Computerspiele haben die unterschiedlichsten Aspekte und Spielideen: Bildung, Sport und Gesundheit sind genauso repräsentiert wie Rehabilitation und Prävention oder Rollenspiele und Tactic Games. George Lucas (Star Wars) hat Maßstäbe für erfolgreiche Spiele gesetzt, Steven Spielberg, einer der erfolgreichsten Filmregisseure, ist fasziniert von dem kreativen Potenzial, das in Computerspielen liegt. Er träumt davon ein Videospiel zu schaffen, das die Menschen emotional anspricht.

Zum ersten Mal lädt eine Fraktion in einem deutschen Parlament, die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, zu einem Spieleabend ein, der sich nicht mit dem traditionellen bayerischen Spiel "Schafkopf" beschäftigt. Politiker aller Fraktionen wollen sich in Theorie und Praxis mit Computerspielen auseinander setzen, damit sie in Zukunft besser wissen, wovon sie reden. In München hat die Branche gemeinsam mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann am 31. März zum ersten Mal den deutschen Computerspielepreis vergeben. LARA - Der Deutsche Games Award 2009 wird am 24. Juni in Köln vergeben. Die Technische Universität Darmstadt veranstaltete Ende Mai GameDays. Man kann mit Computerspielen tatsächlich schlauer und vitaler werden, wie der Präsident der Technischen Universität Darmstadt, Hans-Jürgen Prömel, feststellt. Wissenschaftler beschäftigen sich mit den positiven Aspekten der Spiele, denen sie ein großes Potenzial zumessen, sie blenden aber auch die negativen Seiten nicht aus.

Das gleiche wird am Spieleabend des Bayerischen Landtags am 17. Juni  geschehen. In der Vorab-Berichterstattung verengte sich das auf "Killerspiele im Bayerischen Landtag". Dies ist die einfachste Betrachtungsweise, die sich teilweise auch Politiker zueigen machen. Der Schnellschuss gegen Computerspiele ist wohlfeil, wenn Aktionismus bei aktuellen schrecklichen Vorgängen wie einem Amoklauf gefragt ist. Schnellschüsse killen aber Computerspiele ebenso wenig, wie Ego-Shooter die Pixelmännchen, die in der nächsten Runde des Spiels munter wieder weitermachen. Wer sich mit dem Phänomen des Computerspiels auseinandersetzen will, muss schon besser zielen.

„Politics meets Games" setzt auf eine neue Kultur der Diskussion der Computerspiele. Zu Beginn des Abends wird André Horn, Vorsitzender des Münchner Vereins Videospielkultur eine Einführung in die Welt der Spiele geben und berichten, welche Plattformen und Genres es gibt. Anschließend erläutert Jürgen Hilse, Ständiger Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), wie die USK und das System der Alterskennzeichnung funktionieren. Abschließend erklärt Prof. Dr. Elisabeth André vom Lehrstuhl für Multimedia-Konzepte und Anwendungen der Universität Augsburg am Beispiel von Computerspielen für soziales und kulturelles Training, wie ein Spiel entsteht.

Die Parlamentarier werden verschiedene Spiele kennenlernen, unter anderem „Wii Sports", „Super Mario Galaxy", „Fable 2", „Halo 3", „Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen", „Empire: Total War", „Guitar Hero", mehrere Online-, Handy- und GPS-Spiele sowie Spiele bayerischer Entwicklerstudios. Ebenfalls im Angebot befinden sich  solche Spiele, die in der aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussion umstritten sind. Eine Liste aller im Rahmen des Spieleabends präsentierten Spiele sowie weitere Informationen finden sich unter www.cam-bayern.de/spieleabend.

Der Spieleabend soll auch klar machen, dass der Jugendschutz in Deutschland eine gute gesetzliche Grundlage hat. Der beste Jugendschutz kann jedoch nichts bewirken, wenn Eltern nicht wissen, was ihre Kinder am Computer treiben. Medienpädagogik wird deshalb immer wichtiger. Schule und Elternhaus tragen mindestens die gleiche Verantwortung wie der Gesetzgeber. "Fördern statt Verbieten" ist das Ziel der bayerischen Medienpolitik. Entgegen mancher veröffentlichter Meinung gibt es natürlich Spiele, die verboten sind. Nicht jedes Spiel kommt auf den Markt und nicht jedes Spiel bleibt auf dem Markt. Computerspiele haben sich  zu einem Leitmedium entwickelt. München und Bayern als Heimat der Kreativen bekennen sich zu diesem Leitmedium. „Politics meets Games" eröffnet diese Diskussion in Bayern. Ich möchte sie in meinem Blog fortsetzen.

Blogs zu diesem Thema:

  • Computerspiele - Pro und Contra (10 Einträge) [mehr]

Downloads

  • Digitale Dividende Debatte Bayerischer Landtag 22. April 2009 [runterladen]
  • Medienkonzentrationsrecht Leitartikel Funkkorrespondenz [runterladen]
  • Rundfunkbeitrag Gutachten Kirchhof [runterladen]

Termine

  • 21.09.2010 - Informationsbesuch der AG Medien bei Studio Gong in Nürnberg [mehr]
  • 16.09.2010 - Treffen der kultur- und medienpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Landtagsfraktionen mit AG Kultur und Medien der CDU/CSU-Fraktionen im Deutschen Bundestag, Berlin [mehr]
  • 16.09.2010 - Informationsbesuch im Studio Babelsberg, Berlin-Potsdam [mehr]
  • 24.09.2010 - Fraktionsvorsitzendenkonferenz AG Medien, Frankfurt [mehr]
  • 25.09.2010 - Tag der offenen Tür am Sender Pfaffenberg des Bayer. Rundfunks [mehr]
  • 28.09.2010 - Wiesn-Stammtisch Verband Druck und Medien Bayern e.V., München [mehr]
  • 30.09.2010 - AG Medien CSU-Landtagsfraktion, Bayer. Landtag, München [mehr]
  • 30.09.2010 - Sitzung Rundfunkrat, München [mehr]
  • 12.09.2010 - Aufzeichnung Jubiläumssendung "Jetzt red i - Europa aus Karlstadt", Karlstadt, Historisches Rathaus [mehr]
  • 14.09.2010 - Sitzung Vorstand Medienclub, München [mehr]
  • 23.09.2010 - Arbeitsfrühstück der AG Medien in Kloster Banz [mehr]
  • 28.09.2010 - Veranstaltung des Ausschusses für Medienpolitik des Wirtschaftsbeirates Bayern "Buchmarkt 2.0 - Wie soziale Medien die Verlagsbranche verändern" [mehr]
  • 13.10.2010 - Nacht der Medien, München, Justizpalast [mehr]

News

  • Sinner begrüßt Verdoppelung der Breitbandzuschüsse [mehr]
  • Sinner: "Spielekompetenz ist wichtiger Bestandteil der Medienkompetenz " [mehr]
  • Eberhard Sinner fordert Reform des Medienkonzentrationsrechts: Meinungsvielfalt durch präzise Regelungen sichern [mehr]
  • Deutschland muss bei der Digitalisierung von TV und Rundfunk aufholen [mehr]
  • Sinner: 25 Jahre Privatfernsehen ist eine Erfolgsstory auch in Lohr [mehr]
  • Sinner: Computerspiele differenziert betrachten [mehr]
  • Eberhard Sinner: Förderung der Medienkompetenz ist Ziel des
    Parlamentarischen Spieleabends am 17. Juni – Programm steht
    [mehr]
  • Sinner: Neue Website mit Videobotschaft zur Europawahl [mehr]
  • Eberhard Sinner: Förderung der Medienkompetenz ist Ziel des Parlamentarischen Spieleabends am 17. Juni – Programm steht [mehr]
  • Eberhard Sinner: Spiele haben festen Platz als Kulturgut [mehr]
  • Eberhard Sinner: Filmland Bayern stärken –
    Standortmarketing optimieren
    [mehr]
  • Eberhard Sinner: Bayern räumt beim Lara Games Award ab. [mehr]
  • Eberhard Sinner: Auch im Rundfunk gibt es kein Zurück aus der digitalen Zukunft [mehr]
  • Eberhard Sinner und Barbara Schardt im Interview
    „1+1+1 ist im
    Cluster 5 oder 6“ [mehr]
  • Ministerpräsident Seehofer händigt Bundesverdienstorden an die frühere Staatsministerin Christa Stewens und die ehemaligen Staatsminister Dr. Thomas Goppel und Eberhard Sinner aus [mehr]
  • Eberhard Sinner: Internationale Funkausstellung soll Schub für Digitalradio bringen [mehr]
  • Eberhard Sinner begrüßt Förderprogramm der Staatsregierung für qualitativ hochwertige Computerspiele [mehr]
  • Eberhard Sinner: Handy Games sind eines der Flaggschiffe der bayerischen Spieleentwickler [mehr]
  • Eberhard Sinner gratuliert der Mediadesign Hochschule in München zum Umzug in die "Neue Balan". [mehr]
  • Sinner: Öffentliche Anerkennung des Ehrenamts – auch private Fernsehanbieter in der Pflicht [mehr]
  • Sinner liest aus "Lippel's Traum" [mehr]
  • Medienkompetenz der Kinder stärken [mehr]
  • 100 Besucher aus Main-Spessart im Bayerischen Landtag [mehr]
  • Eberhard Sinner: Qualität vor Quote [mehr]
  • Eberhard Sinner und Markus Blume: Neuordnung der Rundfunkgebühr dringend notwendig [mehr]
  • Top-Level-Domain (TLD) Bayern im Europaausschuss einstimmig gefordert. [mehr]
  • Eberhard Sinner: München und Bayern als Filmstandort gut aufgestelllt [mehr]
  • Türkische Schülerin zu Ex-Europaminister Sinner im Landtag: „Warum darf die Türkei nicht in die EU, während Länder wie Bulgarien aufgenommen werden?" [mehr]
  • Sinner gratuliert Hubert Burda zum 70. Geburtstag [mehr]
  • Sinner gibt Bürgermeister Schnellkurs im Twittern [mehr]
  • Sinner fordert zur Teilnahme am Zukunftsdialog auf [mehr]
  • Eisenreich, Blume, Sinner: Wir wollen Masterplan digitales Lernen! [mehr]
  • Eberhard Sinner: Jugendmedienschutz-Staatsvertrag sieht keine Zensur oder Sperrung vor – freiwillige Kennzeichnung möglich [mehr]
  • Dorothee Bär bei Leitbildkonferenz der CSU Main-Spessart [mehr]
  • „Leistungsschutzrecht im Internet - Sicherung des Qualitätsjournalismus oder Ende der Online-Freiheit?" [mehr]
  • Sinner: „Film ab für Bayerns Zukunft" [mehr]
  • Sinner besucht Ökumenischen Kirchentag in München [mehr]
  • Eberhard Sinner lädt zum Kommunal-Zukunftskongress [mehr]
  • Eberhard Sinner Wahlmann für die Bundesversammlung [mehr]
  • Sinner: „Deutsch als Muttersprache muss Einstellungskriterium für den Auswärtigen Dienst in Europa sein" [mehr]

Mehr zu diesem Thema:


Galerien

  • Eberhard Sinner - Thema: Medien (25 Bilder) [mehr]
  • Spieleabend im Maximilianeum 17. Juni 2009 (13 Bilder) [mehr]
  • Filmfest München 2009 (3 Bilder) [mehr]

Umfragen

Wie sehen Sie die Entwicklung der Hauptschule?

Brauchen wir die Mittelschule?
Nein, wir sollten die Hauptschule so belassen wie sie ist. (60,1%)
 
Ja, es ist richtig die Hauptschule zur Mittelschule auszubauen! (38,7%)
 
Ich habe keine Meinung. (1,2%)
 
zur Umfrage

News

08.09.2010

Eberhard Sinner: Städtebauförderung und energetische Gebäudesanierung wichtig für Mittelstand und Klimaschutzziele

Main-Spessart. Die Städtebauförderung des Bundes und die Förderung der energetischen Gebäudesanierung der KfW dürfen nicht im geplanten Umfang reduziert werden. Diese Forderung erhebt der Lohrer CSU-Landtagsabgeordnete Eberhard Sinner. Die Einsparungen seien weder ökologisch noch mit Blick die auf Arbeitsplätze sinnvoll. Die Städtebauförderung sei gut investiertes Geld, weil jeder Euro an Zuschüssen bis zu acht Euro weitere Investitionsmittel auslöse.

01.09.2010

Sinners Vision für 2020: "B26n dem Verkehr übergeben"

Für den CSU-Landtagsabgeordneten Eberhard Sinner ist die Einleitung des Raumordnungsverfahrens für die B 26n von entscheidender Bedeutung. Nach der langen Vorbereitungszeit ist jetzt der nächste Schritt erforderlich um eine baldige Realisierung des Projekts nicht zu gefährden.

18.08.2010

Sinner: „Deutsch als Muttersprache muss Einstellungskriterium für den Auswärtigen Dienst in Europa sein"

Main-Spessart. Der ehemalige bayerische Europaminister Eberhard Sinner (CSU), Mitglied des Europaausschusses des Bayerischen Landtages, hat die Einstellungskriterien für Posten im neuen Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) kritisiert und forderte Deutschkenntnisse als allgemeines Einstellungskriterium für den neuen Dienst.

 

 

 

Termine

Kalender wird geladen