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Sinner ist überzeugt: „B 26n bringt Entlastung für Ortsdurchfahrten"

Main-Spessart. Eine klare Position „Pro B 26n" bezieht der CSU-Landtagsabgeordnete Eberhard Sinner: „Das Thema B26n beschäftigt mich seit einigen Jahrzehnten" schreibt er einer Petentin aus Billingshausen und verweist auf die Entstehungsgeschichte:

 

„Zum besseren Verständnis ist es vielleicht notwendig zu erläutern, dass die jetzige Situation nicht Ergebnis einer überlegten Planung, sondern Ergebnis eines Bürgerentscheids im Jahre 1994 ist, mit dem durch eine Bürgerinitiative eine fertig finanzierte und baureife Umge­hungsstraße in Arnstein blockiert wurde", verweist Sinner auf die Ursachen der Planung und spricht die Erwartung aus, „dass das Ge­samtkonzept entgegen Ihren Erwartungen zu einer Entlastung der Ortsdurchfahrten auf der fränkischen Platte führen". Er verweist darauf, dass ihn schon heute regelmäßig massive Klagen wegen der Verkehrsbelastung durch den Mautausweichverkehr erreichen. „Die von Ihnen genannte Alternative ist möglicherweise kürzer, aber mit Sicherheit nicht schneller als die geplante neue B26n", ist Sinner überzeugt.

Eberhard Sinner geht auf die Folgen des damaligen Bürgerentscheids ein. Er brachte das Ergebnis, dass auch die weiteren geplanten Umgehungsstraßen im Werntal nicht gebaut wurden. „Dies war eine logische Folge des Verzichts auf die Umgehungsstraße in Arnstein, denn wenn die Zufahrt zum Werntal nicht möglich ist, dann macht auch ein weiterer Bau im Werntal keinen Sinn", so Sinner. Im Ergebnis suche sich der Verkehr von der A 71 und späteren A 70 seinen Weg über das wenig qualifizierte Straßennetz im Landkreis Main-Spessart zu den Autobahnen A3 und A7. „Die von Ihnen beklagten Zustände ha­ben wir in weiten Teilen jetzt schon", schreibt der Abgeordnete Sinner.

 Die Idee der damaligen Bürgerinitiative war in der Verlängerung der „B26" in Schwebenried eine „Bundesstraße auf der Höhe" weiter zu bauen. Diese Planung wurde aufgegriffen und als Kom­bination von Entlastung für Würzburg und Erschließung Main-Spessart in den laufenden Bun­desverkehrswegeplan eingestellt. Dabei wurde mit der gleichen Planungsintensität auch ein Zu­bringer nach Lohr untersucht. Dieser muss zeitlich parallel zu der geplanten B26n realisiert wer­den. „Wir haben jetzt eine Festlegung der Bundesfernstraße, so dass die Anschlüsse und die Anbindung im Landkreis Main-Spessart weiter geplant werden kann. Der Zubringer nach Lohr kann dabei entweder als Staatsstraße oder ebenfalls als Bundesstraße realisiert werden", vertritt Eberhard Sinner seine Meinung mit Nachdruck.

 Die Gegner der Bundesstraße sprechen immer von einer Autobahn. „Geplant ist eine Straße, die die gleiche Dimension hat wie die Straße von Veitshöchheim nach Würzburg", verdeutlicht Sinner die laufenden Planungen. „Diese Straße hat bisher noch niemand als Autobahn bezeichnet", verweist der CSU-Abgeordnete auf die B 27. Die Gegner der Bundesstraße erkennen auch die Situation im Werntal an. Dennoch ist der Verzicht auf die Fortführung von Karlstadt nach Helm­stadt nur die Verlängerung einer Sackgasse, die die gleichen Verkehrsprobleme, die wir jetzt in Arnstein haben, in der Mitte des Landkreises noch massiver verursacht.

Deshalb ist für Eberhard Sinner die erste Priorität die geplante B26n auf der ganzen Länge zu bauen und nicht ein Projekt „Sackgasse Main-Spessart" zu propagieren. Über die Breite der Straße könne man diskutieren. Auch die Straße bei Schwebenried sei nicht vierspurig. Parallel dazu müsse der Zu­bringer nach Lohr planerisch und haushaltsmäßig abgesichert werden. Diese Aufgabe sei  lösbar, auch wenn jetzt diese Trasse noch in keinem Verkehrswegeplan ist. Der Zubringer Lohr kann eben erst definiert werden, wenn man weiß, wo ein Anschluss an die B26n möglich ist. „

 Eberhard Sinner äußert Verständnis für Ihre Sorgen, „auf die mich auch schon der Kollege Dr. Otto Hünnerkopf und Alfred Kraus als ehemaliger Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes angespro­chen haben". Um die Vor- und Nachteile vor Ort zu diskutieren bietet Sinner an zu einem Gespräch nach Billingshausen zu kommen.

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