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Sinner: "Übertrittsverfahren stärkt Elternverantwortung"

Bayern hat zum Start des Schuljahres 2009/2010 das Übertrittsverfahren von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen reformiert. „Erklärtes Ziel des neuen Verfahrens ist es laut Regierungskoalition, die Phase des Übertritts zu verlängern, ohne die bayerischen Qualitätsstandards zu beeinträchtigen", so der CSU-Landtagsabgeordnete Eberhard Sinner.

Im Zuge der Reform soll die Elternverantwortung gestärkt, die individuelle Förderung ausgebaut und die Beratung verbessert werden. „Nach den ersten Erfahrungen gelte es diese auszuwerten und Änderungen einzufordern, wo sie sich als notwendig erweisen sollten", so der CSU-Abgeordnete Sinner.

 „Durch die Weiterentwicklung des Übertrittsverfahrens von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen würden deutliche Verbesserungen für Eltern und Kinder geschaffen" erläutert Sinner die angestrebten Vorteile des neuen Verfahrens. Der Staat werde als „pädagogischer Schulweghelfer" die Schüler und Eltern bereits ab der 3. Klasse intensiver beraten und begleiten, verweist Sinner auf das neue Konzept. Der Elternwille wird bei der Wahl der weiterführenden Schule stärker mit eingebunden. Erreichen die Schülerinnen und Schüler im Probeunterricht die Note 4 (ausreichend), können die Eltern die Entscheidung über die Schulwahl selbst treffen.

Auch für die Schülerinnen und Schüler bringen die Änderungen Vorteile. Durch das neue Verfahren, das beispielsweise die Ansage der Termine für Leistungsnachweise vorsieht, wird der Zeit- und Leistungsdruck reduziert und die Transparenz erhöht. „Uns sind die Erfahrungen der Schulen und Eltern mit dem neuen Übertrittsverfahren wichtig", so Sinner. Die CSU-Fraktion werde deshalb des neue Übertrittsverfahren kritisch begleiten und Verbesserungen dort einfordern, wo sie sich als notwendig erweisen. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle werde daher neben zahlreichen Gesprächen auch eine repräsentative Online-Erhebung an 700 Grundschulen durchführen.

Wichtig erscheint Eberhard Sinner, dass die Politik die immer wiederkehrende Schulstrukturdebatte beendet. Nach einer FORSA-Umfrage sind 69 Prozent der Befragten mit dem differenzierten Schulsystem und seinen vielfältigen Bildungswegen zufrieden: „Die Mehrheit der Eltern und Lehrer will also keine theoretischen Debatten. Sie wollen, dass die Kinder und ihre individuelle Förderung im Mittelpunkt stehen und dass die Rahmenbedingungen an den Schulen gut sind", sieht Sinner seine Fraktion auf einem „grundsätzlich richtigen Weg". Er ist deshalb überzeugt: „Wir haben neben dem neuen Übertrittsverfahren schon einiges auf den Weg gebracht. In einem Modellversuch wird beispielsweise erprobt, dass die Schülerinnen und Schüler die Grundschulzeit flexibel statt in vier auch in fünf Jahren durchlaufen können. Bei Klassen mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund wurde die Klassenhöchstgrenze auf 25 Kinder festgelegt. Schon jetzt liegt die durchschnittliche Klassengröße in Grundschulen bei 22,5 Schülern. Neben dem schon seit Jahren bestehenden großen Angebot an Mittagsbetreuungen haben wir in diesem Jahr begonnen, auch die gebundenen Ganztagsgrundschulen massiv auszubauen."

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